Medizintechnik Analogien aus Normen nutzen

Medizintechnik: Analogie(n) aus Normen in R&D nutzen

Viele Entwickler, Projektleiter und Entwicklungsverantwortliche in der Medizintechnik kennen das Thema.

Für ein zu entwickelndes Medizinprodukt ist im besten Fall eine Produktnorm (Typ-C Norm) anwendbar. Deren Anforderungen an die Qualität z.B. die Haltbarkeit, bilden die realen Belastungen jedoch nicht immer ausreichend ab.

Warum die direkte Norm-Übertragung aus anderen Anwendungsfeldern riskant ist

Das Übertragen von Anforderungen aus vergleichbaren Normen mit einem anderen Scope ist nicht automatisch zulässig. Unterschiede in Nutzung und Lastprofil erfordern eine belastbare Begründung. Ohne systematischen Ansatz drohen:

  • Lücken in der Verifikation
  • inkonsistente Prüfmethoden
  • Audit-Risiken im Produktentstehungsprozess

Strukturierter Ansatz für eine auditfeste Anwendung

Ein methodisches Vorgehen macht die Analogiebildung nachvollziehbar und auditfest:

1. Lasten analysieren

Physikalische Beanspruchung des Bauteils verstehen.

2. Vergleichbare Normen identifizieren

Identifizieren von Normen aus potenziell ähnlichen Anwendungsfeldern.

3. Übertragbarkeit der Testmethoden begründen

Unterschiede bewerten, Parameter anpassen.

4. Anforderungen ableiten

Integration in Anforderungsspezifikation (Anforderung) und Verifikationsplan (Testmethode).

5. Testmethode validieren

Eignung der Testmethode für den konkreten Einsatzzweck nachweisen.

Fazit

Richtig angewendet, reduziert die Analogiebildung Unsicherheit im Produktentstehungsprozess und ermöglicht eine belastbare Verifikation.

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